Geld? Macht? Herrschaft? Migration? Freiheit? Bildung? Leben? Integration?

January 29, 2010

sei solidarisch!Geld? Macht? Herrschaft? Migration? Freiheit? Bildung? Leben? Integration? (wer wen?)

1. GeldVERWENDUNG und GeldHERRSCHAFT ist nicht dasselbe:

2. Konstruktionen wie “Staat” sind IMMER Umverteilung NACH OBEN:

3. Bildungsproblem:

1. GeldVERWENDUNG kann auch demokratische Geldmechanismen bedeuten und Freiheit fuer jede(n) verbessern und (bei entsprechenden Einschraenkungen) Umwelt, Klima und Ressourcen schonen.

(Stillegung von “Arbeits”kraft” analog zur Stillegung von Landwirtschaftsflaechen — etwa durch Grundeinkommen OHNE Bedingungen — ist nur EIN moeglicher Weg nichtdestruktiver Geldmechanismen; IRGENDEIN solcher Weg wird aber umso notwendiger, je mehr Leute immer weniger Geld haben)

Europa hat seit alten Kolonialzeiten ein Kulturproblem, das in anderen Kontinenten (z.B. Sklavenhandel nach Nord- und Suedamerika) spaeter begann und frueher endete …

(sofern das bis heute ueberhaupt beendet ist)
(das gleiche Problem existiert in Asien mehr in Form von ueblerem Hierarchismus INNERHALB der Gesellschaft und weniger als Kolonialisierung anderer Laender und Kontinente)

… und dieses Problem sieht etwa so aus bzw. laesst sich historisch vielleicht wie folgt erlaeutern:

Grundlegend streben Menschen in Europa — historisch und durch “Erziehung” bedingt — zuerst einmal nach Macht, um sich eine Umgebung mit partieller, relativer Herrschaft (Macht) zu erwerben:

(das kann vom Patschenholen und Bierholen beim Fernsehen bis zur Oligarchie der Abgeordneten von Parlamenten gehen,
Geldstreben OHNE Machtstreben ist “sozial kaum vertraeglich” bzw. stempelt rasch zu AussenseiterInnen)

Versuche, diese Herrschaftsgier zu reduzieren (und damit Hierarchismen zu reduzieren), indem Geldstreben STATT Machtstreben gesellschaftlich zu etablieren versucht wird, ende(te)n deshalb

— zumindest in Europa, aber inzwischen in den Kreisen des “Neo”liberal”globalismus” der Marke G-8, G-20, Davos und Club of Rome wohl weltweit, auch in der Gegenwart —
(in Geldzentren wie London und Frankfurt mehr als anderswo) in GeldHERRSCHAFT (d.h. Kapitalismus)

GeldVERWENDUNG ist ja noch nicht GeldHERRSCHAFT, mit Geld kann man auch gute Dinge machen:

Wer NUR nach Gewinn strebt und nicht versucht, Herrschaft der Person oder des Management oder des Systems zu etablieren, leistet einen wesentlichen Beitrag zur Versorgung der Menschen mit Nahrung, Kleidung, Raum (Bauten) etc.etc.

— was etwa zur Zeit der Perestrojka auch im Staatskapitalismus der Sowjetunion trotz Anspruch, kommunistisch zu sein, unbestritten war und zu Formen der Gewinnfreiheit von Bauern fuehrte und Nahrungsknappheit reduzierte —

und verkleinert damit Warteschlangen beim Einkauf des Alltags und Wartezeiten beim Erwerb von Gebrauchsguetern

ABER

Wer (“nur”) nach Macht UND Herrschaft strebt, zerstoert Leben und Lebenszeit anderer Menschen UND torpediert (nichtkapitalistische, nichtherrschaftliche, demokratische) Geldmechanismen.

(Beispiel Landwirtschaft und Gewerbe: wo Bauer und Lagerhaus als Partner agieren — und es nur um Geld fuer die Ernte geht, — braucht es i.a. keine Warenterminboersen, um Risiken der Ernte zu streuen und Preise fuer Lebensmittel bleiben einigermassen stabil, wenn nicht gerade Biosprit erzeugt und als CO2 in der Atemluft deponiert wird; wo Bauern aber die Rahmenbedingungen setzen und Landwirtschaftsfunktionaere zur Regierung werden, fuehrt deren Geld+Macht letztlich dazu, dass es nur mehr Bauern und Knechte gibt)

Wer zugleich nach Geld UND Herrschaft strebt UND das als System etabliert — wie es mit EU als politische Union statt Wirtschaftsraum per Vertrag geschehen ist und inzwischen Verschlechterungen in allen Eu Staaten zu bringen beginnt — vernichtet aktiv und aggressiv Demokratie und Zusammenleben, Freiheit und Lebensqualitaet ueberall dort, wo er Einfluss bekommt.

Solche Systeme waren lange Zeit Existenzgrundlage der US Suedstaaten (Baumwollguertel Cotton Belt, Black Belt, Bible Belt) weil mit flexibler, kostenloser “Arbeit” (der importierten Sklaven) Demokratie “nicht notwendig” war und “Wirtschaft” jede nur erdenkliche Freiheit hatte

(wer heute mit dem Anspruch von “Markt”wirtschaft” in Wahlen geht, missbraucht das Marktvokabular zu genau diesem Zweck; urspruenglich versuchte Markttheorie den Einzelunternehmen ein Instrument in die Hand zu geben, um bei funktionierendem (!) Markt besser abzuschneiden und nicht von “den Grossen” gefressen zu werden, d.h. Anbietern und Konsumenten Verbesserungen zu bringen; inzwischen betreiben aber Funktionariate und Banker/Manager/Politiker diese Mechanismen a) als Selbstzweck und b) auf POLITISCHER Ebene, aber nicht mehr innerhalb GEREGELTER und funktionierender Maerkte: NICHTgeregelter “Markt” fuehrt immer zu Monopolen)

2. Dass (jeder, auch wenn kein “National-“) Staat (wenn nicht aktiv gegengesteuert wird, etwa durch Arbeiterbewegungen, Gewerkschaften, — heute praktisch nicht existierende — Bewegungen fuer Menschen, die keinen “Arbeits”platz” besitzen etc.) grundsaetzlich zur Umverteilung nach oben wird, beruht nicht nur auf dem Schutz von Eigentum und Besitz durch Polizei und Justiz, sondern auf demselben Mechanismus wie der Automatik — ebenfalls: wenn nicht gegengesteuert wird — dass “Marktwirtschaft” zu Monopolismus wird. Wo “Markt” nicht geregelt wird, entstehen mit Geldvermehrung sofort Monopole, weil Kleine gegen Grosse in Preiskaempfen kaum durchhalten koennen, sonst gaebe es ja auch keine Kartellbehoerden.

(Beispiele: Rockefeller, Microsoft, bzw. nicht so auffaellig aber de facto ebenfalls Siemens, Bosch, EADS etc.)

Bildungsproblem:

das laesst sich vielleicht am besten an einem Beispiel zeigen: in “reinen” Geld- (mit reduzierten oder ohne Machterwerbs-) Strukturen wuerde ein CEO, der in den Aufsichtsrat wechselt und an Nachfolge denkt, seine NachfolgerInnen schon langsam aufbauen und “eigene” Fehler machen lassen, waehrend er noch (teil-)aktiv ist und sich Schritt fuer Schritt zurueckzieht;
in Geld+Macht – Systemen hat ein Vorstand so lange um (Fern-)Steuerung “seiner” (ihrer) ManagerInnen gekaempft und so oft Ellbogen dafuer eingesetzt, — Umfragen ergeben nach wie vor, dass 80% und mehr der “Arbeits”zeit” fuer Positionskaempfe draufgehen — dass das Erzeugen von Eigenstaendigkeit (der NachfolgerInnen) als “Laschieren” interpretiert wird und zu Chaos im Management fuehrt …

(was fuer Nachfolge im Management in Firmen gilt, spielt sich selbstverstaendlich — mit einem analogen Ost-West-Gefaelle — auch in Bildungseinrichtungen und deren LehrerInnenschaft, AssistentInnen(“mittelbau”) und ProfessorInnen bzw. Kollegien ab)

mehr …

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